Sep 122016
 

SCHWABACH — 13 demolierte Pkw, ein kaputter Lkw, aus dessen Ladung Gefahrgut austritt, und 13 zum Teil schwer Verletzte: So sah das sogenannte „Schadensbild“ aus, das die Feuerwehr Schwabach und Mitarbeiter von BRK und Johannitern am Samstag bei einer Großübung in der Walpersdorfer Straße vorfanden. Dabei wurde – nicht zuletzt dank der von der BRK-Schminktruppe präparierten „Verletzten“ und der Autos vom Schrottplatz – unter äußerst realistischen Bedingungen geübt.

Die Feuerwehr Schwabach, die Löschzüge Limbach und Unterreichenbach sowie der Rettungsdienst waren mit rund 100 Frauen und Männern vor Ort. Inklusive Einsatzleiter Ivo Schramm wussten alle Beteiligten zwar von der Übung. Doch um was es genau ging, sahen die ehrenamtlichen Helfer erst am Unfallort.

Die angenommene Massenkarambolage ist laut Stadtbrandrat Holger Heller ein Schadensbild, das sich durchaus lohnt durchzuspielen. „Auf der A6 ist so etwas zwar zum Glück sehr selten, aber auch nicht völlig auszuschließen“, so Heller. Also bargen die Feuerwehrmänner und -frauen in der für diese Übung gesperrten Walpersdorfer Straße „Verletzte“ aus ihren demolierten Autos. Also stiegen die Atemschutzträger bei Gluthitze in ihre gelben Schutzanzüge (inklusive 16 Kilogramm Atemschutz-Ausrüstung), um Menschen, die mit der gefährlichen Flüssigkeit in Berührung gekommen waren, zu dekontaminieren und auslaufendes Gefahrgut zu binden. Holger Heller zog am Ende eine recht positive Bilanz. Denn: „Wenn es wirklich ein Ernstfall gewesen wäre, wäre ich ebenfalls sehr zufrieden gewesen.“ rog

Bericht mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt

 

Aug 302016
 

SCHWABACH – „Es war ein ungewöhnlicher Tag“, räumt Schwabachs Feuerwehrkommandant und Stadtbrandrat Holger Heller ein. „Aber keineswegs ein einmaliger, das hatten wir schon einmal.“ Fünf Mal wurden die Wehrleute am Mittwoch zu Einsätzen alarmiert. Wohlgemerkt: Die Helferinnen und Helfer der Schwabacher Feuerwehr leisten ihren Dienst für die Allgemeinheit freiwillig und ehrenamtlich, kommen aus der Freizeit oder müssen ihre Arbeitsstelle verlassen, wenn der Piepser „Alarm“ signalisiert.

„Alarm“ wurde am Mittwoch erstmals in aller Frühe, wenige Minuten vor fünf Uhr, ausgelöst. Die Feuerwehr wurde zur Hilfeleistung bei dem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 2, zwischen Wolkersdorf und Schwabach, gerufen. Dort war der Pkw eines jungen Mannes von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und eine Böschung hinabgeschleudert worden.

Wie berichtet, endete das tragische Geschehen mit dem Tod des 23-Jährigen. Als die Wehrleute das Dach des Fahrzeugwracks abgetrennt hatten, um den Fahrer aus dem Blechknäuel zu befreien – dies geschieht in Minutenschnelle – musste der Notarzt feststellen, dass keine medizinische Hilfe mehr möglich war. Der Fahrer hatte durch die Wucht des Aufpralls tödliche Verletzungen erlitten.

Weiter ging’s dann am frühen Nachmittag. Wieder Alarm. Wieder ein schwerer Verkehrsunfall. Diesmal mussten die Wehrleute auf Anforderung des Rettungsdienstes und des Notarztes einer Frau zuhilfe kommen, die auf der Autobahn mit ihrem Pkw zwischen zwei Lastwagen geraten war. Da unklar war, ob die Fahrerin, die alleine in dem Auto gesessen hatte, bei der Kollision gravierende Rückenverletzungen erlitten hatte, musste sie auf besonders schonende Weise aus dem Auto geholt werden.

Wieder rückten die Feuerwehrleute mittels Rettungsschere und -spreizer dem Autodach zu Leibe. Als das Dach entfernt war, wurde die Verunglückte nach Unterschieben eines speziellen Rettungsgeräts liegend und sehr vorsichtig aus dem Auto geholt. Die Sanitäter transportierten die Fahrerin dann in eine Klinik zur weiteren Diagnose und Therapie.

Wie die Verkehrspolizei mitteilte, bog die Frau mit ihrem Pkw von der Bundesstraße 2 kommend in die Autobahn Richtung Ansbach ein. Dabei wollte sie sich zwischen zwei Lastzüge einordnen. Das Manöver misslang jedoch, weil der Platz dafür schlicht nicht ausreichte. Schließlich kollidierte der Pkw mit dem vorausfahrenden Lkw. Der dahinter fahrende Lastwagen-Chauffeur konnte wegen des toten Winkels von der Fahrerkabine aus das Auto nicht wahrnehmen und rammte das Hindernis.

Die nächste Alarmmeldung am Nachmittag lautete „Gasgeruch“. Nachbarn des „Haus des Handwerks“ in der Reichenbacher Straße berichteten beim Notruf von einem verdächtigen Geruch. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Stadtwerke – alle wurde unverzüglich in Marsch gesetzt. Zum Glück ergaben sofort durchgeführte Messungen, dass die wahrgenommenen Ausdünstungen nicht auf austretendes Erdgas zurückzuführen waren. Zur Sicherheit ist dem geruchlosen Erdgas ein beißender „Knoblauchgeruch“ beigemischt.

Doch bevor Entwarnung gegeben werden konnte, mussten rund 20 Personen aus dem Gebäude evakuiert werden.

Weiter ging’s dann im Tagesgeschehen mit einem Notruf wegen angeblicher Gefahr durch ein Wespennest. Doch hier wurde die Feuerwehr nicht tätig, denn „Gefahr im Verzug“ war nicht gegeben. Die Beseitigung der Insekten übernimmt in einem solchen Fall ein Schädlingsbekämpfer, das ist nicht Aufgabe der Feuerwehr. Bis man in Ruhe eine Fachkraft gefunden hat, sollte man die Umgebung des Wespennestes auf jeden Fall meiden, rät Feuerwehrkommandant Heller.

Kurz vor 19 Uhr am Mittwoch erfolgte dann der letzte Einsatz des Tages. Auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Nördlinger Straße sitzt eine bewusstlose Frau im abgeschlossenen Pkw, hieß es.

Die Feuerwehrleute rückten wiederum an, schlugen eine Scheibe des Fahrzeugs ein, um anschließend die Tür öffnen und an die Erkrankte gelangen zu können. In diesem Fall übernahmen die Sanitäter der Feuerwehr auch die Erstversorgung der an gesundheitlichen Problemen Leidenden, denn der Rettungsdienst traf wegen anderer Einsätze diesmal erst einige Minuten später ein.

jk

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt

Aug 252016
 

Nachbarn hatten die Einsatzkräfte alarmiert, weil sie Gasgeruch wahrgenommen hatten. © Gunther Hess

SCHWABACH – Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst. Alles war da. Und alle waren vergeblich gekommen. Falscher Alarm. Die Nachbarn der Kreishandwerkerschaft in der Reichenbacher Straße hatten Gasgeruch wahrgenommen. 20 Personen mussten nach Angaben der Polizei am Mittwoch das betreffende Anwesen sicherheitshalber verlassen. Doch die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Stadtwerken und Rettungsdienst zogen wieder ab, denn es war ein Fehlalarm. Die durchgeführten Messungen ergaben keine bedenklichen Werte.

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt

 

Aug 242016
 

SCHWABACH – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B2 zwischen Schwabach und Schwabach-Wolkersdorf ist am frühen Mittwochmorgen ein 23-Jähriger ums Leben gekommen. Sein Wagen hatte sich überschlagen und war gegen einen Baum geprallt.

Gegen 4.40 Uhr am Mittwochmorgen war ein 23-Jähriger allein mit seinem Hyundai auf der B2 zwischen Schwabach und Schwabach-Wolkersdorf unterwegs. In einer leichten Linkskurve kam der Wagen nach Angaben eines Polizeisprechers von der Fahrbahn ab, überschlug sich und prallte mit dem Dach gegen einen Baum. Beim Aufprall verletzte sich der Fahrer tödlich. Er starb noch an der Unfallstelle.

Die Ursache des Unfalls ist unklar. Andere Fahrzeuge waren laut Polizei nicht beteiligt. Ein Sachverständiger war vor Ort, um den Hergang zu rekonstruieren. Die B2 war für die Unfallaufnahme und die Bergung des Wracks bis mindestens 8 Uhr komplett gesperrt.

Auch der öffentliche Nahverkehr war von der Sperrung betroffen. Die VAG teilte mit, dass die Buslinie 61 bis 8 Uhr nur zwischen Nürnberg-Röthenbach und Wolkersdorf Schleife verkehrte. Die Haltestellen zwischen Busbahnhof Süd und Wolkersdorf Mitte wurden nicht bedient.

Text mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt.

Aug 232016
 


 
SCHWABACH – Großalarm für Rettungskräfte und Polizei am Sonntag, kurz vor 16 Uhr: Aus dem Stadtteil Uigenau wurden mehrere Detonationen gemeldet, deren Herkunft zunächst unklar war. Auch aufsteigender Rauch wurde gesichtet. Allerdings war der Grund dafür eher eine Kuriosität als eine Gefahr für die Bevölkerung. Als die Helfer schließlich vor Ort waren, blieb nur ungläubiges Kopfschütteln übrig: Anlässlich einer Kindstaufe waren offenbar aus einer Böllerkanone mehrere Schüsse abgefeuert worden. Die Polizeibeamten stellten Schwarzpulver sicher. Im Zuge weiterer Ermittlungen wird nun geprüft, ob für die eigenartige Aktion entsprechende Genehmigungen vorgelegen haben.
Karg

Text mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt