SCHWABACH  - Voller Einsatz für einen Marder: Hoffnungslos eingeklemmt, wurde das Tier in der Beethovenstraße gestern Vormittag von Anwohnern entdeckt. Nach der aufwändigen Befreiungsaktion landete das kleine Raubtier schließlich vor den Toren Schwabachs draußen im Wald.

Beim Versuch, durch ein Loch im Deckel aus einem Kanalschacht zu kriechen, hatte lediglich der Kopf den Weg nach draußen geschafft, dann war Endstation. Das Tier steckte hoffnungslos fest.
Tierarzt Dr. Rüdiger Baba, assistiert von einer Mitarbeiterin und Feuerwehrleuten, blieb nichts anderes übrig, als dem Marder zunächst ein Schlafmittel zu verabreichen. Dann konnte das Fell des Tieres mit Olivenöl eingerieben werden, um nach mehreren Versuchen den Kopf wieder vorsichtig aus dem Loch zu ziehen.

Reinigen im Schlaf

Doch was dann tun? Der Nürnberger Tiergarten wollte den Marder nicht aufnehmen. Der dortige Veterinär riet den Schwabacher Feuerwehrleuten jedoch, die nach wie vor andauernde Tiefschlafphase des Tieres zu nutzen, dessen Fell mittels eines Geschirrspülmittels wieder von dem klebrigen Öl zu reinigen. Anschließend gaben die Feuerwehrleute dem Marder aus der Beethovenstraße ein Stück außerhalb Schwabachs im Wald wieder die Freiheit zurück.

Text: Mit freundlicher Genhmigung aus dem Schwabacher Tagblatt