Einsatzleiter Paul Lechner transportiert den offenbar verletzten Waldkauz ab.
SCHWABACH - Ungewöhnlicher Einsatz für die Schwabacher Feuerwehr: Sie hat am Montag in einem Haus in Wolkersdorf einen Waldkauz eingefangen und in den Nürnberger Tiergarten gebracht. Ob der Vogel, der zur Familie der Eulen gehört, überlebt, ist ungewiss. Möglicherweise hat er beim Sturz in den Kamin des Hauses eine Rauchgasvergiftung erlitten.
Normalerweise kommt ja nur der amerikanische Santa Claus durch den Kamin, um den Menschen Geschenke zu bringen. Auf Santa Claus’ Spuren war wahrscheinlich in der Nacht zum Montag jedoch auch ein Waldkauz. Das Tier fiel aus unbekannten Gründen von außen in den Kamin des Hauses in Wolkersdorf und rutschte dann bis in den Keller durch. Hinter dem Kamintürchen, das normalerweise nur der Kaminkehrer zum Kehren benutzt, blieb der Kauz gefangen.
In misslicher Lage
Der Hausbesitzer hörte am Montagmorgen ein leises Fiepen und befreite den Vogel aus seiner misslichen Lage. Um ihn einzufangen mussten jedoch Polizei und Feuerwehr ausrücken. Feuerwehr-Einsatzleiter Paul Lechner packte den Waldkauz schließlich in einen Behälter und brachte ihn in den Nürnberger Tiergarten.
Eine große Einfangaktion war dazu nicht nötig: „Der Vogel war in keinem besonders guten Zustand“, erzählt Lechner. „Er sah zwar wohlgenährt aus, hatte aber offenbar Probleme beim Atmen.“ Die Fachleute im Tiergarten tippten auf eine Rauchgasvergiftung. Ob der Vogel die überlebt, ist noch nicht sicher.
Text mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt
Platzhalter









