SCHWABACH – Die Schwabacher Feuerwehr hat auf die Wetterprognosen für die kommenden Tage reagiert: Das für den morgigen Freitag geplante Sommernachtsfest im Parkbad wurde verschoben. Neuer Termin für die Freiluft-Großveranstaltung ist nun Freitag, 8. Juli, 19 Uhr. Das Feuerwehrfest im Parkbad hat eine lange Tradition. Tausende von Besuchern werden dazu erwartet. Die Wetterprognosen für den Freitagabend dieser Woche, die gestern zu bekommen waren, ließen aus Sicht der Feuerwehr keine andere Entscheidung zu. Die Wetterfrösche gehen nämlich davon aus, dass es lediglich acht bis zehn Grad „warm“ wird.
Text: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt
SCHWABACH – „Frauen an den Herd“ – diese konservative Rollenzuweisung ist längst passé. Der Aufgaben- und Wirkungsbereich der modernen Frau präsentiert sich heutzutage durch eine kleine Ergänzung: Mit dem kecken Wortspiel „Frauen an den Brand-Herd“ wirbt die Freiwillige Feuerwehr bundesweit für potenziellen weiblichen Nachwuchs im Brand- und Katastrophenschutz.
Tatsächlich kommen die farbenfrohen Werbeplakate für viele Bürger wie aus dem Nichts: In einem Großteil der Köpfe ist das Bild des Feuerwehrmannes noch immer fest verankert. Dementsprechend gering fällt auch der Anteil weiblicher Helfer in der Freiwilligen Feuerwehr Schwabach aus: „Feuerwehr – das ist in den Frauenköpfen noch immer sehr häufig als Männerdomäne abgespeichert“, bedauert Holger Heller, Stadtbrandrat und Kommandant der FFW Schwabach. Händeringend setzt auch er sich dafür ein, dass das Ungleichgewicht von zwölf Frauen auf 170 Männer in der „Truppe“ behoben werden kann.
Vorurteile hemmen
Obgleich jeder Frau das Tor zum Dienst bei der Wehr offensteht, geht eine Vielzahl von fähigen und willkommenen Freiwilligen dem Schwabacher Team allein durch Vorurteile und eventuelle Unsicherheiten verloren. Die für unzählige Jahre übliche Dominanz der Männer in hilfstechnischen Dienstleistungen mag auch heute noch auf viele Frauen und Mädchen einschüchternd wirken.
Erst einmal entschlossen, räume man das Misstrauen von seitens Verwandter und Freunde schnell beiseite, meint Marion Besold, Feuerwehrfrau mit langjähriger Erfahrung. Seit 1996 ist sie nun schon dabei. Begonnen hat ihre ehrenamtliche Laufbahn, wie es oftmals die Regel ist, als sogenannte Anwärterin in der Jugendfeuerwehrgruppe. Angesteckt von lebendiger Gemeinschaft und Spaß – mit Sinn – entschied sie sich dafür, ihre Teilnahme ab dem achtzehnten Lebensjahr fortzusetzen.
„Vor allem hier sehen viele junge Frauen eine Hürde“, stellt Kommandant Holger Heller fest. Auf den ersten Blick scheint Familie und Dienst unvereinbar. Doch für jede Situation gibt es und soll es in Zukunft mehr Erleichterungen und Maßnahmen geben, mit denen die Feuerwehr der Frau mit Familie entgegenkommt, zum Beispiel durch mögliche Gewährleistung von Kinderbetreuung während eines Einsatzes. Auch was im Falle einer Schwangerschaft geschieht, regelt das Heft „Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr“, das Teil der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiierten Kampagne ist.
Oft führt der Eintritt eines Familienmitglieds in die FFW auch dazu, dass sich weitere anschließen: Von drei der zwölf Schwabacherinnen machen auch die Ehemänner mit, es fand sogar ein Paar über die Feuerwehr zusammen.
Ist Frau schließlich Mitglied der Freiwilligengruppe geworden, erwartet sie ein von Offenheit und Kameradschaftlichkeit geprägtes Klima, in dem in keiner Weise zwischen Geschlechtern unterschieden wird, so Holger Heller. Selbstverständlich können Frauen, nach Ablegung der zugehörigen Prüfung, auch als Maschinistinnen, Bootsführerinnen oder Atemschutzträgerinnen tätig sein.
Mädchen sorgen für guten Umgangston
Das Team ist dankbar für jede Ergänzung und einem positiven weiblichen Einfluss auf seine Arbeit nicht abgeneigt. „Die Sprache der Frauen beim Funk ist durchaus deutlicher“, bemerkt der Kommandant schmunzelnd. Und schon in der Jugendgruppe trügen Mädchen zu einem besseren Umgangston bei. „Die Fähigkeit, einfühlsam zu wirken und zuhören zu können“ ist laut Marion Besold eine Eigenschaft, die die Kolleginnen den Kollegen in gewissem Maße voraus hätten.
Wie es wirklich ist, „bei der Feuerwehr zu sein“, davon kann sich jedes Mädchen ab zwölf und jede Frau bis 63 Jahre ein eigenes Bild machen. „Bei uns beißt doch keiner“, meint Marion Besold. Nach einem Grundlehrgang von 70 Stunden – kostenfrei natürlich – erwarten die Teilnehmerin Einsätze und monatliche Übungen. Für eine Anmeldung wird nicht mehr als ein simples Formular benötigt. „Bei 350 Einsätzen im Jahr ist schon allerhand Action geboten“, wirbt Holger Heller mit einem verschmitzten Gesichtsausdruck.
Die Truppe ist bunt: Von Müllwagenfahrer bis Akademiker reicht die Palette der fleißigen Brandschützer. Technisches Interesse ist zwar von Nutzen, da Technik einen Großteil des Handwerks ausmacht. In der Friedrich-Ebert-Straße 20 steht der Feuerwehrhof Besuchern und Besucherinnen offen. ANNE BLÜML
Text: Mir freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt
Informationen zur Lage in Japan finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (hier klicken).
Zur Information der bayerischen Bürgerinnen und Bürger hat das Landesamt für Umwelt unter der Telefonnummer 0821 9071-5005 EINE Hotline eingerichtet. Die Hotline ist täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr geschaltet.
Stadt Schwabach. Es ist für die Betroffenen ein schlechter Jahresanfang, wenn sich in das Läuten der Neujahrsglocken, der schrille Ton der Feuerwehrsirenen und die durchdringenden Signale des Martinshorns der Feuerwehr mischen. Immer wieder sind Brände, die durch Leichtfertigkeit und mangelnde Sorgfalt beim Abbrennen von Silvesterfeuerwerk ausgelöst werden Anlass für Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Die Leichtfertigkeit beginnt aber schon dabei, dass manche Feuerwerkskörper verbotenerweise in die Hände von Jugendlichen gelangen. Alljährlich zum Jahreswechsel ereignen sich zahlreiche Unfälle mit Feuerwerkskörpern, die nicht nur große Brandschäden hervorrufen, sondern auch zu schweren Verletzungen von Menschen führen. Vor allem Verletzungen, wie Fingerabrisse, Gehörschäden, Verbrennungen treten durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern auf. Eine der arbeitsreichsten Nächte des Jahres steht den Feuerwehren zu Silvester bevor. Meist ist es der unachtsame Umgang mit Feuerwerkskörpern die folgenreiche Brände und Verletzungen verursachen.
Schon beim Aufstellen der “Abschussrampen” für die Silvesterraketen werden oft verhängnisvolle Fehler gemacht. Die dazu verwendeten Flaschen werden nicht fest genug im Boden verankert oder unbedacht gar so ausgerichtet, dass die abgeschossenen Raketen unweigerlich ein Gebäude treffen, in ein offenes Fenster fliegen oder in der Nähe von brennbaren Bauteilen zu Boden gehen und dort ein Feuer entfachen. Aber auch bei den sogenannten stationären Feuerwerkskörpern, die in der Nähe von brennbaren Gegenständen abgebrannt werden, besteht höchste Brandgefahr.
Vor allem Balkone, die etwa mit Möbeln oder ähnlichem voll gestellt sind, werden leicht zur ungewollten Zielscheibe der „Böllerei“. Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. „Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern“, erklärt Stadtbrandrat Holger Heller.
Die Feuerwehren der Stadt Schwabach geben folgende Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier:
Zünden Sie Silvesterraketen oder andere Feuerwerkskörper nie in der Nähe von Gebäuden mit brennbaren Außenwänden oder brennbarem Inhalt an.
Feuerwerkskörper und Raketen sind „Sprengstoff“. Lassen Sie Jugendliche unter 18 Jahren nicht damit hantieren.
Richten Sie die “Abschussrampe” (leere Flaschen) so aus, dass die Flugbahn nicht in die Nähe von Gebäuden oder Personen führt.
Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten.
Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings weg und zielen Sie niemals auf Menschen oder Tiere.
Vermeiden Sie, dass Feuerwerkskörper in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen, soweit letzteren dies gesetzlich verboten ist.
Machen Sie alkoholisierte Personen auf die Gefahren aufmerksam oder hindern Sie sie daran, Feuerwerkskörper in gefährlicher Nähe zu brennbaren Stoffen bzw. zu Gebäuden zu zünden.
Nehmen Sie bitte Rücksicht auf Tiere, die sehr unter dem lauten Knall explodierender Feuerwerkskörper leiden.
Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch einmal.
Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.
Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.
Foto: Ralf Hettler
Stadtbrandrat warnt Raucher vor laxem Umgang mit Tabak
SCHWABACH – Die Feuerwehr warnt vor einem fahrlässigen Umgang mit Tabakwaren und glimmenden Tabakresten, denn der koste jedes Jahr Menschen das Leben.
Vor allem Zigarettenglut im Bett sei eine immer wiederkehrende Brand- und Todesursache in den Einsatzstatistiken der Feuerwehren, so Stadtbrandrat Holger Heller. «Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit», steht mahnend auf jeder Zigarettenschachtel geschrieben. Dass Rauchen in entsprechender Umgebung auch lebens- und brandgefährlich sein kann, stehe nicht darauf.
«Die Zigarette ist allemal eine gefährliche Bettgesellin – wer beim Rauchen einschläft, der könnte sich und seinen Mitmenschen eine unangenehm heiße Nacht bescheren», sagt Heller. Bei Beachtung einiger Regeln könne ein solcher «Tanz auf dem Vulkan» vermieden werden. Er rät deshalb: «Rauchen Sie nie im Bett – die Asche die runter fällt könnte Ihre eigene sein.»
Die Feuerwehr rät zur Benutzung des Aschenbechers und zum sorgfältigen Ausdrücken der Zigaretten. Asche und Kippen gehörten nicht in den Mülleimer, denn Glutreste können noch nach Stunden einen Schwelbrand auslösen. Auch sollte die Betthupferl-Zigarette nicht im Sessel oder Bett geraucht werden – vor allem dann nicht, wenn Alkohol im Spiel ist. Kommt es zu Bränden, brauche die Versicherung in solchen Fällen grober Fahrlässigkeit nicht zu zahlen.
Ebenfalls gefährlich: Das Rauchen im Keller und auf dem Dachboden. Unbemerkt abfallende Glut verursacht nicht selten einen Brand. Auch sollte nie beim Umgang mit leicht entzündlichen Stoffen geraucht werden. Weitere Informationen: www.Feuerwehr-Schwabach.de
Text: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt
SCHWABACH – Für den 39-jährigen Bernd aus Schwabach ist jeder Tag ein Gewinn. Der junge Vater leidet an einer äußerst aggressiven Form von Leukämie, die ohne einen geeigneten Spender zum Tod führt. Nur eine Knochenmarkspende kann helfen. Allerdings wurde bis jetzt noch kein geeigneter Spender gefunden – ein Wettlauf mit dem Tod.Mitarbeiterinnen der Stadt Schwabach haben die Initiative «Hilfe für Bernd und andere» gegründet, um Bernd und eventuell auch anderen an Leukämie erkrankten Menschen zu helfen.
Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hartwig Reimann will man gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) potenzielle Knochenmarkspender finden. Außerdem wird um Spenden geworben, denn die Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro.
Zunächst geht es darum, dass möglichst viele Menschen den ersten Schritt tun und zum Bluttest kommen: Das ist am Sonntag, 13. Januar, von 10 bis 16 Uhr, im Feuerwehrhof Schwabach – bitte Eingang Austraße benutzen – möglich. Kostenlose Parkplätze stehen bereit.Wichtig dabei: es geht zunächst nur darum, sich fünf Milliliter Blut abzapfen zu lassen. Sollte sich ein passender Spender finden, wird das Knochenmark übrigens nicht, wie oftmals falsch angenommen wird, aus dem Rückenmark entnommen, sondern aus dem Beckenkamm.
Für Bernd ist es fünf vor zwölf. Ob sich ein geeigneter Spender findet, ob er noch gerettet werden kann, das steht in den Sternen. Allerdings ist kein Bluttest umsonst: Die Registrierung in der zentral verwalteten Knochenmarkspenderdatei stellt sicher, dass jederzeit bei ähnlichen Fällen auf die Daten zurückgegriffen werden kann.
Je mehr Spender erfasst sind, desto größer die Chance, ein Leben zu retten.
Text: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt



