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Teamarbeit auf dem Wasser und an Land
In der Burgstadt Abenberg fand der 29. Kreisjugendfeuerwehrtag statt Stadtrallye
und Spiel ohne Grenzen
LANDKREIS ROTH — Am Kreisjugendfeuerwehrtag, der in Abenberg über die Bühne ging,
haben 465 Jugendliche und deren Betreuer aus 35 Landkreiswehren teilgenommen.
Mit von der Partie waren zudem die Jugendwehren aus Kirchehrenbach, Pleinfeld,
Feucht und Schwabach. Rund ein Drittel der Aktiven waren weibliche Jugendliche.
Den Wettkampf gewann das 2.Team der Jugendfeuerwehr Abenberg. Das ehemalige
Firmengelände von BS Baugeräteservice (Züblin AG), das angrenzende Sportgelände und
der städtische Badeweiher dienten als Zeltplatz und ideales Areal für den Wettbewerb.
Uneingeschränktes Lob von allen Seiten gab es für die verantwortlichen Organisatoren,
Kreisjugendwart Matthias Hiltner (Schwanstetten), Kommandant Jens Meyer und Werner Nißlein.
Obwohl es während der Anreise und beim Zeltaufbau am Samstag noch wie
aus Kübeln regnete, ließen sich die Jugendlichen ihren Kreisjugendfeuerwehrtag nicht
verderben. Die Kameradschaftspflege sei ohnehin wichtiger, als das Wetter, machte der
Landkreischef bei der offiziellen Eröffnung den Jugendlichen und Veranstaltern Mut.
Nadeln im Klöppelsack
25 Jahre Stützpunkt-Jugendfeuerwehr
Abenberg war der Anlass, den Kreisjugendfeuerwehrtag in der Burgstadt
auszurichten. Insgesamt gab es zehn Stationen bei einer Stadtrallye zu durchlaufen.
Richtig zu beantworten waren heitere wie auch ortsbezogene Fragen. Auch Schätzfragen
gab es. „Wie viele Nadeln und wie viele Klöppel befinden sich auf einem Klöppelsack,
an dem gerade geklöppelt wird“, musste etwa im Klöppelmuseum beantwortet werden.
Eine andere Frage lautete „Wie heißt die Stadtpatronin von Abenberg?“ Und fast überall
war auch Geschicklichkeit und Können gefragt. Beim Schützenhaus mussten Feuerwehrarmaturen
richtig zugeordnet werden, am Schweinauer Spielplatz waren Reifen mit möglichst geringem
Abstand zum Ziel zu rollen oder Am Steig drei Golfbälle möglichst nahe an eine Fahne zu
schlagen. Als das schönste Spiel aber haben viele der teilnehmenden Jugendlichen das
„Ringstechen“ auf dem Burganger empfunden. Um der holden Maid „Brunhilde“ zu gefallen,
traten sie in die Fußstapfen der edlen Ritter. Hoch zu Ross (das Ross war ein Schubkarren,
der geschoben wurde) mussten sie mit einer Lanze möglichst viele Ringe in kürzester Zeit
von ihrem Halter stechen. Und in der Halle der BRK-Sanitätsbereitschaft galt es Holzsorten
zu erkennen.
Anschließend ging es unter der Begleitung der Original Abenberger Blasmusik in die Stadtkirche
St. Jakobus. Dort fand ein jugendgemäß gestalteter Wortgottesdienst statt. Pfarrer Stefan Brand
betonte, Alarmierung trage zu raschem Eingreifen bei.
Helfen sollten wir jedoch nicht nur im Notfall, sondern auch dann, wenn nicht alarmiert werde.
Deswegen sei es notwendig, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Der Schutzhelmtrage dazu bei,
ohne Angst arbeiten zu können. Ihr seid „von oben geschützt“, rief Brand den Jugendlichen zu.
Am Tag darauf war ein „Spiel ohne Grenzen“ angesetzt. Zunächst paddelten die Teams im
Begegnungsverkehr im Badeweiher und mussten dabei Hindernisse überwinden. Zwischendurch gab es
eine „Nagelprobe“ an Land, und schon ging’s zur Zeitnahme an Land weiter. Dort wartete
als nächste Übung die „Wasserförderung“. Aus einem Faltbehälter musste mit einem Eimer möglichst
viel Wasser in einen Feuerwehrschlauch geschüttet und von dort dem physikalischen Gesetz folgend
in vorgeschriebener Zeit in einen Messbehälter transportiert werden.
Schwieriger Knoten
Ähnlich das Spiel beim SV. Allerdings saß ein Gruppenmitglied auf einer zuvor zusammengebauten
Steckleiter. Das Wasser wurde von einer ständig nachzufüllenden Kübelspritze hoch gepumpt.
Per Strahlrohr musste erst mal die Öffnung eines KG-Abflussrohres „im Unteren Stadttor“ getroffen
werden. Die Wassermenge im Messrohr war entscheidend für die Platzierung. Und schließlich galt es
unter schwierigen Bedingungen einen Kreuzknoten zu knüpfen. Unglaublich, was sich die Jugendlichen
dabei alles einfallen ließen, um die Aufgabe zu lösen. Da staunten selbst die Kampfrichter.
Zur Siegerehrung selbst erschienen auch eine Reihe von Landkreisbürgermeistern und Feuerwehrführungskräften. (Hi)
Der 29. Kreisjugendfeuerwehrtag stand unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“. Beim Spiel ohne Grenzen war
Geschicklichkeit ebenso gefragt wie das in den Gruppenstunden erlernte Können im Umgang mit den Löschgerätschaften.
Foto: Hiltl
siehe auch: Pressebericht als PDF
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