Dies ist das Archiv für Februar 2005.

23.02.2005 - “Fackel auf Rädern”

pkw-brand-23022005.jpg Kurioser Autobrand am Schillerplatz: Plötzlich startete der brennende Wagen und fuhr los

SCHWABACH (jk) – Gewaltiger Schreck in der Abendstunde: Wie von Geisterhand startete der Motor eines brennenden Pkw, und der Wagen begann die Südliche Ringstraße entlang zu rollen. Ein Streifenwagen der Polizeiinspektion und ein Verkehrsschild stoppten schließlich die Fahrt.

Zwei 18-Jährige, die am Mittwochabend mit dem Pkw in der Südlichen Ringstraße unterwegs waren, hatten plötzlich Brandgeruch im Auto bemerkt, und unterhalb des Lenkrads loderten Flammen in den Innenraum.

Geistesgegenwärtig lenkte der 18-jährige Fahrer den Wagen in die Bushaltebucht am Altbau des Adam-Kraft-Gymnasiums. Beim Aussteigen zog der Fahrer noch den Schlüssel aus dem Zündschloss. Er sowie die ebenfalls 18-jährige Halterin des Ford Escort Cabrio konnten den Wagen unbeschadet verlassen.

Polizeiauto im Weg

Kurze Zeit später traf eine alarmierte Streife der Polizeiinspektion ein, auch die Feuerwehr wurde unverzüglich verständigt. Der Fahrer des Polizeiautos stellte den Zivil-Pkw rund zehn Meter vom mittlerweile bereits massiv brennenden Auto ab.

Urplötzlich startete dann der Motor des Ford Escort, der Wagen rollte Richtung Schillerplatz. Doch es stand der Polizeiwagen „im Weg“. Das brennende Fahrzeug schrammte die gesamte Fahrerseite des Dienst-Pkw entlang und wurde so in eine andere Richtung gedrängt.

Nach rund 40 Metern war die Fahrt der „Fackel auf Rädern“ dann endgültig zu Ende. Der Pkw rammte ein Hinweisschild im Bereich der Ampelanlage am Schillerplatz und blieb stehen. Die Feuerwehrleute konnten das brennende Fahrzeug rasch löschen, aber nicht verhindern, dass das Feuer den Pkw total beschädigte, so dass der Ford Escort gleich zum Schrottplatz gebracht werden musste.

Text: Mit freundlicher Genehmigung des Schwabacher Tagblattes

14.02.2005 - Bei Reinigungsarbeiten an Lösemitteltank kam’s zur Explosion

gsb-explosion-14022005.jpg Unglück gestern Nachmittag auf dem GSB-Gelände – Glücklicherweise wurde niemand verletzt – Über 20 000 Euro Schaden entstanden

SCHWABACH/REDNITZHEMBACH (jk) – Ein Lösemitteltank ist gestern Nachmittag, gegen 13.25 Uhr, auf dem Sondermüllplatz explodiert. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt. Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Unglück ein Schaden in Höhe von 20 000 bis 30 000 Euro.

Der 300 Kubikmeter fassende Tank war bereits geleert. Im Zuge der anstehenden Stilllegung der GSB-Anlagen war eine Fachfirma aus dem Badischen nun damit betraut, den Tank „B 1“ zu reinigen.

Arbeiter der Firma waren dazu gestern bereits mehrere Stunden am Arbeiten. Mit hohem Wasserdruck wurde der senkrecht stehende Tank gesäubert.

Zündfähiges Gemisch

Nach Polizeiangaben bildete sich möglicherweise ein zündfähiges Gemisch, und es kam dann zu der Explosion, die glücklicherweise mit Sachschaden abging. Nicht nur der Tank selbst, sondern auch andere Anlagenteile sowie in der Nähe abgestellte Fahrzeuge wurden durch die Detonation beschädigt.

Aus dem Tank wurde früher die Sondermüll-Verbrennungsanlage mit flüssigen Abfällen beschickt.

Keine giftigen Stoffe freigesetzt

Da der Schadensort im Zentrum des Betriebsgeländes liegt, traten nach ersten Feststellungen der GSB keine giftigen Stoffe nach außen.

-Text mit freundlicher Genehmigung des Schwabacher Tagblatt-

Die Feuerwehren aus Rednitzhembach und Schwabach wurden alarmiert, wurden jedoch nicht eingesetzt.

04.02.2005 - Zwei Dachstühle Raub der Flammen

dachstuhlbrand-05022005.jpgZwei Dachstühle Raub der Flammen
Brand in der Glockengießergasse – Feuerwehr alarmierte alle verfügbaren Kräfte – 250 000 Euro Schaden

SCHWABACH (pd/rg) – Bei zwei Dachstuhlbränden in der nördlichen Altstadt ist gestern ein Sachschaden von vermutlich mehr als 250 000 Euro entstanden. Drei Kinder und eine Frau wurden leicht verletzt. Sie wurden von Rettungskräften wegen des Verdachts auf eine leichte Rauchvergiftung vor Ort ambulant behandelt.

Das Feuer brach gegen 13.30 Uhr aus noch ungeklärter Ursache im Dachgeschoss des Hauses Nummer 5 in der Glockengießergasse aus. Die Bewohner, eine siebenköpfige Familie, die sich im Erdgeschoss aufgehalten hatte, konnten sich, gewarnt durch ein verdächtiges Knistern, rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr löste Großalarm aus. Alle verfügbare Floriansjünger aus der Stadt und den Stadtteilen, zusammengenommen mehr als 50, setzten sich in Bewegung. Hinzu kamen Polizei und Rettungskräfte. Als die ersten in der Glockengießergasse ankamen, schlug ihnen bereits extrem dichter Qualm entgegen, der zeitweise die halbe Altstadt einnebelte.

Polizei und Feuerwehr evakuierten vorsorglich die Nachbarn. Gegen einige Schaulustige, die die Löscharbeiten verfolgten und zu behindern drohten, sprachen Beamte Platzverweise aus.

Noch ehe die Feuerwehrleute den Brand im Haus Nummer 5 von der Drehleiter aus unter Kontrolle bringen konnten, hatten die Flammen bereits auf den Nachbardachstuhl im direkt angebauten Haus Nummer 3 übergegriffen und diesen schwer in Mitleidenschaft gezogen.
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Polizeisprecher Peter Grimm bezifferte den Schaden im Haus Nummer 5 auf mindestens 150 000 bis 180 000 Euro. Im Haus Nummer 3 könnten seinen Angaben zufolge noch einmal 100 000 Euro hinzu kommen. Die Lösch- und Aufräumarbeiten dauerten bei Redaktionsschluss noch an.

-Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt-

01.02.2005 - Fataler Löschversuch - 47-Jähriger bei Wohnungsbrand schwer verletzt

wohnungsbrand-01022005.jpgFataler Löschversuch - 47-Jähriger bei Wohnungsbrand schwer verletzt
SCHWABACH – Schwere, möglicherweise lebensgefährliche Verletzungen hat sich ein 47-jähriger Mann bei einem Wohnungsbrand in der Richard-Bergner-Straße zugezogen.

Das Feuer brach am Dienstag gegen 22.20 Uhr in der Wohnung eines Sechsfamilienhauses aus. Grund: Vermutlich eine überlastete Leitung beziehungsweise ein Kurzschluss. Bei dem Versuch, den Brand zu löschen, wurde der 47-jährige Mieter schwer, seine zehn Jahre jüngere Ehefrau leicht verletzt. Zwei Nachbarinnen erlitten leichte Rauchvergiftungen.

Aufgrund seiner Verletzungen wurde der 47-Jährige ins Klinikum Nürnberg-Süd verlegt, er ist schwer verletzt, Lebensgefahr ist nicht auszuschließen. Am Inventar entstand ein Sachschaden von 20 000 Euro.

-Text: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt-