Aus heiterem Himmel: Baum stürzte gegen Hausfassade
Mitten in der Schwabacher Altstadt – Stamm der Robinie weitgehend morsch – Umsicht der Feuerwehrleute hielt Schaden in Grenzen
SCHWABACH (jk) – Gestern Vormittag in der Rosenbergerstraße hinter der evangelischen Stadtkirche: Erst war nur ein leichtes Knirschen zu hören, dessen Herkunft man nicht sofort zuordnen konnte. Doch dann war auch die Ursache zu erkennen: Im Zeitlupentempo stürzte ein gut zehn Meter hoher Baum in Richtung der Fassade des Haushaltwarengeschäftes gegenüber.
Glücklicherweise waren zu diesem Zeitpunkt keine Passanten unterwegs, so dass das Ende des zwischen 20 und 30 Jahre alten Baumes – eine Robinie, auch Scheinakazie genannt – weitgehend folgenlos blieb.
Wie Wolfgang Löffler, beim Baubetriebsamt für die städtischen Bäume zuständig, erläuterte, habe man schon seit geraumer Zeit ein Auge auf diesen Baum geworfen. Erkennbar sei ein Schaden an der Rinde gewesen, der auf einen Pilzbefall schließen ließ. Es sei auch bereits geplant gewesen, den Baum, der zudem schief stand, zu fällen.
Die starke Nässe der vergangenen Tage hat wohl letztlich dem Baum mit einem Stammdurchmesser von rund 30 Zentimeter vorzeitig den Garaus gemacht. Erkennbar war nach dem Brechen des Stammes, dass rund zwei Drittel des unter der Erdoberfläche befindlichen Stammursprungs morsch waren. Die Feuerwehr sägte die Robinie schließlich vorsichtig in Stücke, so dass lediglich eine verschmutzte Hausfassade als Schaden übrig blieb.
Text: Mit freundlicher Genehmigung des Schwabacher Tagblattes