27. bis 28.03.2007 – Suche mit gutem Ende
Frau im Raum Wendelstein und Rentner in Schwabach vermisst
SCHWABACH/WENDELSTEIN (jk) – Die Suche nach zwei als vermisst gemeldeten Personen hat am Dienstagabend sowie in der Nacht zum Mittwoch einige hundert Helferinnen und Helfer Stunden lang in Atem gehalten. Beide – eine 57-jährige Frau aus dem Landkreis Nürnberger Land sowie ein 74 Jahre alter Schwabacher – konnten schließlich unversehrt gefunden werden.Wie die Polizei berichtete, hatte die 57-jährige Hausfrau bereits am Dienstagmorgen die Wohnung verlassen und eine Tablettenration mitgenommen. Der besorgte Ehemann erstattete schließlich Anzeige. Im Zuge der polizeilichen Nachforschungen ergaben sich Anhaltspunkte, wonach die Frau im Wald nahe Wendelstein unterwegs sein könnte. Daraufhin wurde in diesem Bereich eine Suchaktion eingeleitet, an der zeitweise bis zu 200 Personen beteiligt waren.Im Einsatz waren über 100 Angehörige der Wendelsteiner Freiwilligen Feuerwehren sowie Helferinnen und Helfer von Rettungshundestaffeln. Polizeibeamte durchkämmten das Waldgebiet ebenso, und die Besatzung eines Polizeihubschraubers spähte aus der Luft nach der Vermissten. Ein Waldarbeiter im Raum Kleinschwarzenlohe war es schließlich, dem gegen 20.45 Uhr die im Forst umherirrende Frau auffiel. Die 57-Jährige war nach Polizeiangaben unverletzt, wurde aber vorsorglich vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert.Nach Differenzen gegangen
Am Dienstagabend, gegen 21 Uhr, meldete ein Schwabacher seinen 74 Jahre alten Vater als vermisst. Der Mann war nach einer kleinen Auseinandersetzung gegen 16 Uhr zu einem Spaziergang aufgebrochen und auch nach Stunden noch nicht zurück gekehrt. Auch hier entschloss sich die Polizei, unverzüglich eine Suchaktion zu starten. Diese konnte binnen weniger Minuten starten, da die Kräfte der Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes sowie der DRV-Rettungshundestaffel Franken und Oberpfalz den Einsatz im Raum Wendelstein erst kurz zuvor beendet hatten und noch im hiesigen Bereich unterwegs waren.Zusätzlich löste die Schwabacher Polizei Alarm für die Feuerwehr aus und beorderte ebenso den Hubschrauber über das Stadtgebiet. Völlig unklar war, in welche Richtung der Rentner gegangen war, so dass der Bereich rund um die Wohnung des 74-Jährigen sowie verschiedene Gebiete im Stadtgebiet einbezogen wurden.
Dreieinhalb Stunden lang wurde intensiv nach dem Vermissten gesucht. Die Aktion spielte sich zunächst im östlichen Stadtgebiet ab, wurde dann aber auch auf die Innenstadt und den Stadtteil Eichwasen ausgedehnt. Die Helferinnen und Helfer durchstöberten Waldgebiete und auch den Uferraum der Schwabach. Rund 70 Feuerwehrleute aus der Innenstadt, vom Löschzug Limbach und von den Wehren Penzendorf und Schaftnach waren im Einsatz, außerdem gut 80 Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes sowie der Johanniter Unfallhilfe und etliche Polizeibeamte.
Gegen 0.30 Uhr kam dann die erlösende Mitteilung, dass der 74-Jährige in Pfeifferhütte (Landkreis Nürnberger Land) entdeckt wurde. Die gut 30 Kilometer dorthin hatte der Mann offenbar zu Fuß zurück gelegt. Die Polizei brachte ihn schließlich nach Hause.
Text: Mit freundlicher Genehmigung des Schwabacher Tagblattes