28.11.2007 - Gasrohr gebrochen - Alarmierender Geruch in der Fürther Straße
SCHWABACH (jk) - Eine gebrochene Gashauptleitung hat in der Nacht zum Donnerstag Stadtwerke, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zunächst in Atem gehalten. Nach umfangreichen Messungen und Überprüfungen seitens der Gas-Experten des Energieversorgungsunternehmens stand nach kurzer Zeit fest, dass keine Gefahr für Anwohner bestand. Die Reparaturarbeiten an der defekten Leitung zogen sich allerdiengs bis in die frühen Morgenstunden hin.Gegen 21 Uhr, so berichtet die Polizei, hatte ein Anwohner der Sandstraße Gasgeruch an der Ecke Fürther-/Wengleinstraße gemeldet. Eine sofort dorthin beorderte Streife der Polizeiinspektion bestätigte dies, so dass unverzüglich die Stadtwerke und die Feuerwehr alarmiert wurden.
Mittels eines Messgeräts konnten Mitarbeiter der Schwabacher Stadtwerke dann binnen kürzester Zeit einen Gasaustritt bestätigen. Daraufhin wurde von den Einsatzkräften der Bereich zunächst großräumig abgesperrt. Messungen in den umliegenden Häusern ergaben, dass dort kein Erdgas in der Luft vorhanden war, so dass Evakuierungen nicht erforderlich waren.
Testbohrungen durch die Asphaltdecke im Bereich der Einmündung Wenglein-/Fürther Straße ergaben, dass das Gas offenbar einer unter der Fahrbahn verlaufenden Leitung entströmte. Die Schwabacher Feuerwehr sorgte für eine intensive Ausleuchtung der Stelle.
Daraufhin entschlossen sich die Verantwortlichen, die Fürther Straße zumindest in Fahrtrichtung Weißenburger Straße wieder für den Verkehr freizugeben. Zwischenzweitlich waren Mitarbeiter des städtischen Bauhofs und zweier Baufirmen verständigt worden, die im Auftrag der Schwabacher Stadtwerke Arbeiten vornehmen. Als dann die üblichen Straßensperren eingerichtet waren, konnte das Öffnen der Fahrbahndecke beginnen. Mit Hilfe kontinuierlicher Messungen der Gaskonzentration durch Bohrlöcher im Asphalt konnte die Gasaustrittsstelle schließlich präzise eingegrenzt werden.
Wasser für die Sicherheit
Mit einer Fräse, deren Schneidblatt permanent intensiv mit Wasser benetzt wurde, um das Entstehen von gefährlichen Funken auszuschließen, wurde der Asphalt an der fraglichen Stelle in Stücke «zerlegt», so dass sich die Arbeiter zunächst mittels eines Baggers und dann mittels vorsichtigen Grabens mit der Schaufel in den Untergrund vorarbeiten konnten.
Gasleitungen verlaufen in einer Tiefe von etwa 80 Zentimetern. Der Lageplan der Stadtwerke zeigte für den Kreuzungsbereich überdies mehrere Gasrohre, darunter sich kreuzende Hauptleitungen mit einem Durchmesser von 150 Millimetern. Auch in den Hauptleitungen steht das Erdgas unter einem Druck von lediglich 23 Millibar, so dass die Arbeiten erfolgen konnten, ohne die Gasversorgung abzustellen.
Schließlich entdeckten die Fachleute, dass die Hauptleitung, die die Fürther Straße entlang verläuft und dann in der Weißenburger Straße fortgeführt wird, gebrochen war. Es handelte sich um einen sogenannten Rundbruch des Gussrohres, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Hubert Maier erläuterte. Offenbar hatte sich der Untergrund ein Stück gesenkt, so dass das Rohr schließlich kaputt gegangen war.
Mittels einer übergestülpten Muffe wurde der Defekt behoben, die Rohrenden zusammengefügt. Gegen 3.30 Uhr am Donnerstagmorgen waren die Arbeiten im Untergrund dann beendet.
Text: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt