Dies ist das Archiv für Januar 2009.

16.01.2009 - Wenn die Wohnung unter Wasser steht - Nach der langen «Eiszeit« häufen sich die Schäden durch Wasserrohrbrüche

SCHWABACH (gw) - Und plötzlich steht das Wasser in der Wohnung: Diese unliebsame Überraschung gab es gestern Morgen gleich mehrfach. Die Feuerwehr Schwabach musste zu gleich drei Wasserrohrbrüchen ausrücken. Aus anderen Städten und Gemeinden werden ähnliche Probleme gemeldet.

In der Schwabacher Königstraße hatte es ein Geschäftshaus erwischt, in Wolkersdorf und Schaftnach jeweils Wohnhäuser. Schon vor einigen Tagen war in Wolkersdorf der erste Wasserrohrbruch im Stadtgebiet gemeldet worden.

«Teilweise sind wohl erhebliche Schäden entstanden. Wasser in der Wohnung ist immer ein großes Problem«, erklärt Kommandant Holger Heller.

Allerdings eines, das angesichts der ungewöhnlichen Kälte der vergangenen Tage nicht wirklich überrascht. «Das ist immer so bei solchen Wetterlagen«, sagt Heller.

Erst jetzt sichtbar

Gebrochen sind die Wasserleitungen schon vor Tagen, als sie eingefroren sind. «Aber das hat man noch nicht gemerkt, weil das Wasser ja nicht abgelaufen ist, sondern das Eis wie ein Pfropfen in der Leitung war. Nun wurde es etwas wärmer, das Wasser ist geschmolzen und die Schäden wurden deutlich«, erläutert Heller.

Die bislang vier Fälle dürften nicht die einzigen bleiben. «Da gibt es mit Sicherheit noch mehr«, erwartet der Kommandant.

Was kann man tun? «Die Leute müssen sich ansehen, wo Leitungen in einem Frostbereich verlegt sind. Etwa auf Dachböden oder in Kellern«, rät Holger Heller. «Und die sollte man gut isolieren oder wenn nötig sogar verlegen.«

Text: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt

15.01.2009 – Containerbrand in der Mühlenstraße

imgp4405-1.JPGimgp4410-1.JPGimgp4414-1.JPG

10.01.2009 Isolierung in Brand gesetzt-

imgp4393-1.JPGimgp4402-1.JPGimgp4404-1.JPG

SCHWABACH - Aus dem Dach eines Wohnhauses an der Nördlinger Straße drang am Samstag, um die Mittagszeit, Rauch. Wie sich herausstellte, war auf Grund der enormen Kälte im Dachgeschoss des Hauses ein Heizungsrohr eingefroren gewesen. Der Hauseigentümer wollte dieses mit einem Heißluftgebläse auftauen und kam dabei der Dachisolierung zu nahe. Dadurch entwickelte sich ein Schwelbrand, der schließlich durch die Freiwillige Feuerwehr gelöscht wurde. Der Hauseigentümer wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Stadtkrankenhaus eingeliefert, berichtete die Schwabacher Polizei.

Bericht: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt

08.01.2009 - Containerbrand ‘Am Holgarten’

imgp4378-1.JPGimgp4383-1.JPGimgp4387-1.JPG

06.01.2009 - Zum Glück kein Brand im Keller - Aus dem historischen Stollen dürfte lediglich Wasserdampf gekrochen sein

SCHWABACH (jk) - Rauch, den Passanten am Dienstagabend aus dem Zugang zu einem der unterirdischen Keller am Pinzenberg kommen sahen, ließ zunächst nichts Gutes vermuten. Die Feuerwehr wurde alarmiert, Polizei und Rettungdienst rückten ebenfalls an. Die Wehrleute konnten jedoch glücklicherweise nach ausgiebiger Nachschau in den Gängen und Gewölben keinen Brand feststellen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es lediglich Wasserdampf war, der sich wegen der derzeit herrschenden klimatischen Bedingungen den Weg nach oben gebahnt hatte. Die Hilfskräfte konnten also wieder abrücken.

Die unterirdischen Felsenkeller, von denen es vor allem in den Bereichen Pinzenberg und Boxlohe etliche gibt, gelten als Schwabacher Besonderheit. Erstmals erwähnt ist in einem alten Dokument aus dem Jahr 1510 ein Sommer- oder Felsenkeller unter dem heutigen Anwesen Südliche Mauerstraße 11, heißt es im Historischen Stadtlexikon Schwabach.

Forscher gehen jedoch davon aus, dass die Felsenkeller im sogenannten Burgsandstein noch deutlich älter sind. Etliche von ihnen dürften bereits im 14. Jahrhundert in den weichen Stein getrieben worden sein.

Damals, so die Historiker, stand das Brauwesen in Schwabach hoch in der Blüte. Indiz dafür ist auch, dass die Stadt damals schon Bierschöpfen im Stadtsiegel führte. Die unterirdischen Keller dürften eine wichtige Voraussetzung dafür gebildet haben, dass das Brauen von Bier zu großer Bedeutung heranwuchs. Die Blüte Schwabachs als Bierstadt wird auch dadurch begründet, dass man den Goldschlägern großen Durst nachsagte – kein Wunder angesichts des Schweiß treibenden Handwerks.

Die Kelleranlagen – unter der nördlichen Altstadt soll es rund 18 Kilometer an unterirdischen Stollen geben, hat Hans Grießhammer vom Geschichts- und Heimatverein errechnet – dienten zur Lagerung des genussfertigen Gerstensaftes sowie zur Aufbewahrung während des Gärens. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Felsenkeller vielfach als Luftschutzräume verwendet.

Viele Keller sind auch heute noch im guten Zustand. zwischenzeitlich mussten aber auch bereits einige aus statischen Gründen mit Beton gefüllt werden. Der größte Teil der unterirdischen Anlagen ist in Privatbesitz. Die touristische Nutzung der Keller ist seit geraumer Zeit ein Thema.

Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt