Dies ist das Archiv für Januar 2010.
01.01.2010 - Knallkörper im Briefkasten - Silvesterrakete traf 18-Jährige am Kopf - Betrunkene Jugendliche
SCHWABACH (jk) - Geknallt hat‘s heftig, von ganz gravierenden Vorfällen blieb die Stadt in der Silvesternacht jedoch glücklicherweise verschont. Eine Nachfrage bei der Polizeiinspektion ergab, dass die Feuerwehr allerdings mehrere Male zu kleineren Bränden ausrücken musste. Außerdem wurde eine 18-Jährige von einer Rakete am Kopf getroffen. Die Folge waren Platzwunden, die im Krankenhaus versorgt werden mussten.
Traurig stimmen die polizeilichen Einsätze, die schwer alkoholisierten Jugendlichen galten. Sie wurden im Stadtgebiet von Polizeistreifen aufgegriffen und anschließend ihren Eltern übergeben. Ein 15-Jähriger hatte sogar derart viel Alkohol konsumiert, dass er vom Rettungsdienst zur Entgiftung in die Klinik transportiert werden musste.
In der Ludwigstraße wurde eine junge Frau von einer abstürzenden leer gebrannten Silvesterrakete erwischt. Der hölzerne Stiel fügte ihr mehrere Wunden im Kopfbereich zu.
Konfrontiert wurden die Ordnungshüter in der Silvesternacht auch mit einer Sachbeschädigung. Offenbar in einem Wutanfall hatte ein Mann kurzerhand die Wohnungstür seines Nachbarn eingetreten.
Ein Einsatz der Schwabacher Feuerwehr galt dem Briefkasten am Postgebäude. Passanten hatten heftigen Qualm aus den Einwurfschlitzen bemerkt und Alarm ausgelöst. Wie sich nach dem Löschen herausstellte, hatten bislang Unbekannte offenbar Knallkörper in den Kasten gesteckt, so dass möglicherweise eingeworfene Briefsendungen in Brand gerieten. Unklar ist noch, wie hoch der dabei entstandene Sachschaden ausgefallen ist.
Ein ganzes Stück nach dem Jahreswechsel wurden die Wehrleute dann in die Gutenbergstraße alarmiert. Hier brannten auf der Fahrbahn Rückstände von Feuerwerkskörpern. Hier ist davon auszugehen, dass möglicherweise Passanten «nachgeholfen» hatten. Schnell waren die Flammen durch Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug erstickt.
Gegen 4.30 Uhr am Neujahrsmorgen fiel einer Streifenbesatzung der Feuchter Verkehrspolizei in der Walpersdorfer Straße ein Pkw auf. Die Beamten hielten das Fahrzeug an und kontrollierten den Fahrer. Dabei stellte sich heraus, dass der 39-Jährige am Steuer eine deutliche «Fahne» hatte. Ein Test mit dem Atemalkohol-Messgerät ergab schließlich einen Wert von 0,64 Promille und damit deutlich zu hoch, um noch Auto fahren zu dürfen.
Der ertappte Alkoholsünder ist der Polizei kein Unbekannter. Der 39-Jährige war in der Vergangenheit bereits mehrmals wegen Alkoholdelikten aufgefallen. Diese «Vorgeschichte» dürfte nach Mitteilung der Polizei dazu führen, dass auf den Wiederholungstäter nun ein Bußgeld in Höhe von 1500 Euro zukommt. Außerdem werden dem Mann vier Punkte auf seinem «Konto» in Flensburg gutgeschrieben.
Es ist weiter davon auszugehen, dass der Mann zudem ein Fahrverbot von drei Monaten «aufgebrummt» bekommen wird.
Keinen Alkohol, jedoch eine Schreckschusswaffe, hatte ein 20-Jähriger dabei, der in der Silvesternacht, gegen ein Uhr, von Polizeibeamten in Kleinabenberg kontrolliert wurde. Um eine derartige Waffe besitzen zu dürfen, ist der sogenannte «kleine Waffenschein» erforderlich. Einen solchen hat der 20-Jährige jedoch nicht. Die Folge ist, dass gegen den jungen Mann nun wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz ermittelt wird.
Text: Mit freundlicher Genehmigung aus dem Schwabacher Tagblatt