

SCHWABACH — (pü/ ng/jk) Spektakuläre Rettungsaktion für einen gefiederten Winzling: Feuerwehrleutengelang es, einen brütenden Mauersegler aus seinem Nest in der Gutenbergstraße zu befreien, in dem er sichhilflos in einem langen Grashalm verheddert hatte.Anwohner waren auf das Schicksal des Vogels aufmerksam geworden, Sein hilfloses Flattern war Nachbarn aufgefallen, die die Hausbesitzer verständigten. Allerdings: Das Nest befand sich in rund zehn Metern Höhe, so dass schließlich die Schwabacher Feuerwehr zu Hilfe gerufen wurde. Eine rührende und schließlich erfolgreiche Rettungsaktion begann. Mittels der Drehleiter gelangte ein Feuerwehrmann an das Nest heran. Der brütende Vogel hatte sich nämlich so unglücklich in seinem Nest verfangen, dass er sich nicht mehr selbst befreienkonnte. Ein langer Grashalm hatte sich um seinen Hals gewickelt und am Nest verheddert.Dem Feuerwehrmann gelang es schließlich, den kleinen Vogel behutsam von seiner Fessel zu befreien. Anschließend wurde der Mauersegler wieder ebenso vorsichtig in sein Heim zurück gebracht. „Nicht nur Können, Mut und Improvisationstalent sondern auch ihr Herz für Tiere haben die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr gezeigt“, waren sich die Beobachter der ungewöhnlichen Aktion sicher.Weil renovierte und neue Gebäude kaum noch Nischen und Spalten bieten, steht der Mauersegler auf der Vorwarnliste der „Roten Liste“ gefährdeter Brutvögel. In Schwabach hat sich besonders Günter Grimm um den Schutz dieser Vögel verdient gemacht. Für sein Engagement um die Mauerseglerpopulation in Schwabach ist das engagierte Mitglied des Bund Naturschutz im vergangenen Jahr mit dem Umwelt- und Naturschutzpreis der Stadt ausgezeichnet worden. Keine Frage. Der Mauersegler ist ein ganz besonderer Vogel. Obwohl er nicht zu den Singvögeln gezählt wird. Die Rufe, die er vor allem bei der Balz oder am Nest von sich gibt, sind hoch und schrill. Was die Sympathie für einen Vogel nicht schmälert, der seinem Namen alle Ehre macht und gerne an Mauern entlang segelt. Turmschwalbe wurde er deshalb früher genannt.Doch bei einer Flügelspannweite von über 40 Zentimetern ist der Mauersegler (wissenschaftlich: Apus apus) erheblich größer als unsere heimische Schwalbe. Wer den Mauersegler beobachten will, muss den Kopf heben. Der Mauersegler nämlich verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft. Und zwar relativ rastlos, da er auch seine Nahrung, vornehmlich Insekten und Spinnen, in der Luft fängt.Die Flughöhe schwankt mit dem Nahrungsangebot. Bei schlechtem Wetter jagt er schon einmal flach über den Grund. Höhen von bis zu 3000 Metern sind aber gleichfalls sein Jagdrevier.